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Wie verwende und konfiguriere ich „Netzwerk und virtueller Switch“?

Einleitung:

„Netzwerk und virtueller Switch“ integriert die Verwaltung von IPv4, IPv6, WLAN* und Thunderbolt in Verbindung mit einem virtuellen Switch. Dabei bietet „Netzwerk und virtueller Switch“ einen zentralen Ort, an dem Sie Netzwerkverbindungen erstellen, konfigurieren und verwalten können; dadurch können Sie Ihren Computer oder Ihr Gerät sowohl mit lokalen als auch mit externen Netzwerken verbinden. Die nutzerfreundliche und intuitive grafische Schnittstelle ermöglicht Ihnen eine schnelle Übersicht über den Status von Netzwerkverbindungen. Dieser Artikel beschreibt die Aufgaben und Verfahren zur Verwaltung von Netzwerk- und virtueller Switch.

*Diese Funktion ist nur bei bestimmten Modellen verfügbar.

1. Übersicht

Melden Sie sich zum Zugreifen auf Netzwerk und virtueller Switch als Administrator am NAS an; rufen Sie dann „Systemsteuerung“ > „Netzwerk“ > „Netzwerk und virtueller Switch“ auf.

Auf der „Übersicht“-Seite können Sie den aktuellen Netzwerkverbindungsstatus, die Download-/Upload-Geschwindigkeit und die Netzwerktopologie einsehen. Wie nachstehend abgebildet wird das Standard-Gateway des Systems an Adapter 1 konfiguriert und Verbindungen zum Internet erfolgen über diese Schnittstelle. Die Abbildung zeigt außerdem, dass Adapter 2 und Adapter 3 mit anderen Geräten verbunden sind. Von Container Station und Virtualization Station erstelle virtuelle Switches werden hier ebenfalls angezeigt.

Weitere Informationen über die Netzwerkadapter können durch Anklicken von „Mehr“ auf der rechten Seite angezeigt werden.

Am TBS-453A hat Adapter 2 einen integrierten physikalischen Switch und wird wie folgt angezeigt:

Klicken Sie zur Anzeige seines Standortes auf den Adapter.

Zudem können Sie Informationen zur Bandbreite der einzelnen LAN-Ports am Adapter beziehen.

2. Schnittstellen

Zeigt die Basiseinstellungen des Netzwerks, wie IP-Adresse, NAS-Serveradresse, Portbündelung und IPv6-Einstellungen. Nutzen Sie virtuelle Switches zum Überbrücken von Netzwerkverbindungen, damit diese kommunizieren können. Sie können beispielsweise eine Bridge zwischen einer Internetverbindung und einer Netzwerkverbindung herstellen, damit andere Geräte eine Verbindung zum Internet herstellen können.

a. Einen Netzwerkadapter konfigurieren

Klicken Sie zum Konfigurieren der Einstellungen eines Netzwerkadapters (Beispiel: IP-Adresse und VLAN-Mitgliedschaft) auf „Bearbeiten“ .

Legen Sie fest, ob eine IP-Adresse von einem DHCP-Server bezogen werden soll oder ob Sie manuell eine IP-Adresse eingeben möchten.

Zudem können Sie eine VLAN-ID für die Netzwerkschnittstelle konfigurieren und diese so einem logisch segmentierten Netzwerk zuweisen. Da ein VLAN als separates logisches Laufwerk angesehen wird, muss der für die zu verschiedenen VLANs gehörenden Geräte bestimmte Datenverkehr geleitet werden. Die Erstellung von VLANs kann die Sicherheit und Zuverlässigkeit Ihres Netzwerks steigern.

Hinweis: Die VLAN-ID muss ein Wert zwischen 1 und 4094 sein.

b. Einen DNS-Server angeben

Weisen Sie einen DNS-Server zu oder beziehen Sie automatisch eine DNS-Serveradresse.

C. Portbündelung konfigurieren

Die Portbündelung ermöglicht Ihnen die Kombination mehrerer LAN-Schnittstellen für erhöhte Bandbreite, Lastausgleich und Ausfallschutz zur Wahrung der Netzwerkkonnektivität im Fall eines Netzwerkportausfalls.

Hinweis: Bestimmte Portbündelungsmodi erfordern entsprechende Unterstützung und angemessene Konfiguration der verbundenen Switches. Beispielsweise muss IEEE 802.3ad an Switches aktiviert sein, damit IEEE 802.3ad Dynamische Linkaggregation genutzt werden kann.

1. Klicken Sie zum Starten der Portbündelungskonfiguration auf „Hinzufügen“.

2. Wählen Sie Netzwerkadapter und Portbündelungsmodus.

3. Klicken Sie auf „Übernehmen“.

*Diese Funktion ist nur bei bestimmten Modellen verfügbar.
*Diese Funktion wird vom TBS-453A nicht unterstützt.

d. IPv6 konfigurieren

Klicken Sie zum Aktivieren von IPv6 auf „IPv6“ und markieren Sie die Option „IPv6 aktivieren“.

Das System startet nach Aktivierung der IPv6-Einstellung neu. Nach dem Systemneustart zeigt die IPv6-Seite die verfügbaren IPv6-Konfigurationseinstellungen. Nutzen Sie diese Seite zur Konfiguration von IPv6 und DNS-Servereinstellungen oder aktivieren Sie den radvd-Dienst, den Router Advertisement Daemon für IPv6.

Hinweis: radvd kann nur an Adapter 1 konfiguriert werden.

e. Einen virtuellen Switch erstellen

Mit der Virtueller-Switch-Funktion können Sie virtuelle Switches erstellen oder Daten über virtuelle Switches, die Sie in Virtualization Station, Container Station oder Linux Station erstellt haben, beziehen. Es gibt zwei Virtueller-Switch-Modi, die Ihnen dabei helfen, Netzwerkverbindungen entsprechend Ihrer Umgebung herzustellen.

  • Einen virtuellen Switch mit Privates-Netzwerk-Modus erstellen

    Ein privates Netzwerk beschränkt den Zugriff so, dass nur die Kommunikation zwischen Computern, die sich in demselben physikalischen Netzwerk befinden, aktiviert wird. Diese Konfiguration eignet sich ideal für die Kommunikation oder Datenfreigabe innerhalb eines Netzwerks; Internetkonnektivität ist weder erforderlich noch erwünscht. Beispielsweise können Sie eine isolierte LAN-Umgebung zum Zugreifen auf Überwachungssysteme mit besserer Datensicherheit aufbauen.

    So erstellen Sie einen virtuellen Switch zum Aufbauen eines privaten Netzwerks:

    1. Klicken Sie im Register „Virtueller Switch“ auf „Hinzufügen“ > „Privates-Netzwerk-Modus“.


    2. Wählen Sie die Adapter, die Sie zu diesem privaten Netzwerk zufügen möchten. Geben Sie dann die erforderlichen Parameter, wie IP-Adressbereich und Lease-Zeit, ein.

    3. Klicken Sie auf „Hinzufügen“.

Die mit diesen Adaptern verbundenen Geräte beziehen eine IP-Adresse. Sie können jedoch nur mit anderen Geräten, die zu demselben virtuellen Switch gehören, kommunizieren.

  • Einen virtuellen Switch mit Switch-Modus erstellen

    Ein virtueller Switch verbindet Ihr lokales Netzwerk mit einem anderen Netzwerk oder dem Internet. So erstellen Sie einen virtuellen Switch, der Netzwerke überbrückt:

    1. Klicken Sie im Register „Virtueller Switch“ auf „Hinzufügen“ > „Switch-Modus“.



    2. Wählen Sie beim Adapter, der eine Verbindung zu einem anderen Netzwerk oder dem Internet herstellt, „Uplink“ und bei Geräten, die eine Verbindung zum virtuellen Switch herstellen, „Downlink“.

    3. Klicken Sie auf „Hinzufügen“.

Nach der Einrichtung können Geräte über den zugewiesenen Uplink-Port des virtuellen Switch mit einem anderen Netzwerk oder dem Internet verbunden werden.

Hinweis: Bitte vermeiden Sie sowohl beim Switch- als auch beim Privates-Netzwerk-Modus die Erstellung einer Loop-Topologie. Falls dies in Ihrem Netzwerk geschieht, können die Geräte im Netzwerk nicht mehr kommunizieren.

f. Im TBS-453A integrierter physikalischer Switch

Das TBS-453A hat zusätzlich zur fortschrittlichen Virtueller-Switch-Funktionalität einen integrierten Hardware-Switch. Sie können die LAN-Ports standardmäßig einfach als Netzwerk-Switch-Ports nutzen. Oder konfigurieren Sie die zugewiesenen Ports als sicheres privates Netzwerk.

  • So stellen Sie über den physikalischen Switch eine Verbindung zum Internet her:

    1. Adapter 2 repräsentiert den integrierten Switch und ermöglicht Ihnen die Konfiguration der LAN-Ports 2-1 bis 2-4 als Netzwerk-Switch-Ports.

    2. Rufen Sie „Netzwerk und virtueller Switch“ > „Schnittstellen“ > „Physikalischer Switch“ auf.



    3. Standardmodus ist der Switch-Modus; verbinden Sie einen dieser Ports (2-1 bis 2-4) mit dem Internet und nutzen Sie die verbleibenden Ports zur Verbindung mit anderen Geräten.

  • So erstellen Sie ein privates Netzwerk:

    1. Stellen Sie sicher, dass die Ports 2-1 bis 2-4 nicht mit einem anderen Netzwerk verbunden sind.

    2. Klicken Sie auf das „Schnittstellen“-Register und wählen Sie „Physikalischer Switch“.



    3. Klicken Sie auf „Übernehmen“. Stellen Sie nun zur Bildung eines sicheren lokalen Netzwerks eine Verbindung zu Port 2-1 bis 2-4 her.

Hinweis: Bitte vermeiden Sie sowohl beim Switch- als auch beim Privates-Netzwerk-Modus die Erstellung einer Loop-Topologie. Falls dies in Ihrem Netzwerk geschieht, können die Geräte im Netzwerk nicht mehr kommunizieren.

3. WLAN

Schließen Sie zum Verbindungsaufbau mit einem Drahtlosnetzwerk einen USB-WLAN-Adapter am NAS an. Das NAS beginnt dann mit dem Lauschen auf Drahtlosnetzwerke innerhalb Ihrer Reichweite. Die nachstehenden beiden Methoden dienen der Herstellung einer Verbindung mit einem Drahtlosnetzwerk.

a. Stellen Sie eine Verbindung zu einem sichtbaren Drahtlosnetzwerk innerhalb der Reichweite her

Bei den meisten WLAN-Zugangspunkte kann festgelegt werden, ob eine Service Set Identifier (SSID) übertragen werden soll. Falls ein WLAN-Zugangspunkt überträgt, kann das NAS entdeckt werden. Die WLAN-Liste zeigt alle kompatiblen Drahtlosnetzwerke, die erkannt wurden, die Signalstärke und den Kennwortschutzstatus. So stellen Sie eine Verbindung zu einem sichtbaren Netzwerk innerhalb der Reichweite her:

1. Wählen Sie das Netzwerk, zu dem Sie eine Verbindung herstellen möchten, klicken Sie dann auf „Verbinden“.

2. Das System ermittelt die Sicherheitsanforderungen, z. B. Wired Equivalent Privacy (WEP) und Wi-Fi Protected Access (WPA), und andere unterstützte Verschlüsselungsmethoden. Sie werden aufgefordert, einen Sicherheitsschlüssel einzugeben, falls das Netzwerk dies erfordert.

b. Eine Verbindung zu einem unsichtbaren WLAN-Netzwerk herstellen

Sie können immer noch eine Verbindung zu WLAN-Zugangspunkt, der seine SSID nicht überträgt, herstellen, indem Sie SSID und Sicherheitsinformationen manuell eingeben.

Klicken Sie zur manuellen Verbindung mit einem Drahtlosnetzwerk auf „Mit einem WLAN-Netzwerk verbinden“. Geben Sie dann die zum Abschließen der Verbindung benötigten Informationen ein. Zudem können Sie ein Ad-hoc-Netzwerk aufbauen, das Knoten die direkte Kommunikation (Computer zu Computer) ermöglicht, ohne dass ein Zugangspunkt erforderlich ist.

Hinweis: Das System unterstützt immer nur einen USB-WLAN-Adapter auf einmal.

4. DHCP-Server

Die Funktion DHCP-Server ermöglicht Ihnen die Konfiguration des DHCP-Dienstes des NAS. Das NAS kann als DHCP-Server für Ihr Netzwerk fungieren. Ein DHCP-Server weist automatisch jedem Computer oder Gerät in Ihrem Netzwerk eine IP-Adresse zu. So aktivieren Sie den DHCP-Dienst am NAS:

1. Klicken Sie auf das Register „DHCP-Server“ und dann auf „Hinzufügen“.

2. Wählen Sie den Netzwerkadapter des DHCP-Dienstes und geben Sie die entsprechenden Einstellungen, wie IP-Adressbereich und Client-Lease-Zeit, ein. Klicken Sie dann auf „Übernehmen“.

3. Die Seite DHCP-Server zeigt die DHCP-Serverinformationen.

5. Standard-Gateway

Richten Sie anhand der nachstehenden Anweisungen ein Standard-Gateway ein, über welches das NAS Kontakt zu einem externen Netzwerk (z. B. dem Internet) oder Host herstellen kann.

1. Klicken Sie auf „Standard-Gateway“.

2. Das System erkennt Adapter, die eine Verbindung zum Internet herstellen können, automatisch und legt einen von ihnen als vorab festgelegte Schnittstelle zum Versenden von Paketen fest.

3. Wenn Sie manuell ein Standard-Gateway wählen möchten, wählen Sie „Standard-Gateway des Systems manuell wählen“. Wählen Sie eine sekundäre Schnittstelle, falls die primäre Schnittstelle das zugewiesene externe Netzwerk nicht erreichen kann.

Veröffentlichungsdatum: 2016-01-19
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