QNAP Systems, Inc. - Network Attached Storage (NAS)

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So nutzen Sie VJBOD (Virtual JBOD) zur Freigabe der Speicherkapazität mehrerer QNAP NAS

1. Einleitung

Mit Virtual JBOD können Sie den freien Speicherplatz von QNAP NAS einem anderen NAS zuweisen und so die gesamte verfügbare Speicherkapazität maximieren.

QNAP
So funktioniert Virtual JBOD: Nutzen Sie den freien Speicherplatz eines NAS zur Erstellung einer iSCSI-LUN und fügen Sie diese LUN einem lokalen NAS als Laufwerk hinzu.

Mit VJBOD unterliegen Sie bei der Erweiterung der NAS-Speicherkapazität nicht länger physischen Beschränkungen, zudem werden keine Erweiterungsgehäuse benötigt. Mit flexibler Netzwerkübertragung können Sie 1-/10-/40-GbE-Netzwerkspeicher gemeinsam mit Sicherungsverbindungen herstellen, sodass jedes NAS mit maximaler Effizienz genutzt werden kann und Einsteiger-NAS zur Ergänzung von Highend-Modellen eingesetzt werden können.

VJBOD
JBOD
Verbindung
Ethernet (1/10/40 GbE) USB 3.0 oder SAS, 6/12 Gb
Anzahl
8 Virtual-JBOD-Datenträger Je nach NAS-Modell
Chain
/ Daisy-Chain-Verbindung für SAS-JBOD
Reserveverbindung
Portbündelung Nein
Nutzungsszenarien
Wenn mehrere NAS mit überschüssigem Speicherplatz verfügbar sind. Derzeit unterstützt VJBOD nicht die direkte Erweiterung eines lokalen Speicherpools. Wenn eine direkte schnelle Erweiterung von lokalem Speicherplatz benötigt wird.

*Virtual-JBOD-Datenträger unterstützt nicht die Erweiterung lokaler Speicherpools.

2. Systemanforderungen

2.1. Hardware

Die Modelle, die VJBOD unterstützen können finden werden: https://www.qnap.com/solution/vjbod , erfordert Firmware 4.2.2 (oder aktueller). Jedes QNAP NAS, das iSCSI und Speicherpools unterstützt, kann als externes NAS genutzt werden; sie sollten jedoch mit Firmware-Version 4.2 (oder aktueller) laufen und mindestens 154 GB freien Speicherplatz haben.

Weitere Einzelheiten und Informationen zu künftig unterstützten Modellen entnehmen Sie bitte der QNAP-Webseite und den Softwarespezifikationen des jeweiligen Produktes.

2.2. Netzwerkanforderungen

Beide NAS müssen in der Lage sein, sich gegenseitig zu identifizieren und eine Verbindung zueinander herzustellen. Für mehr Verbindungsstabilität und zur automatischen Wiederherstellung bei einem Verbindungsfehler sollten sich externes und lokales NAS in demselben lokalen Netzwerk befinden und das externe NAS sollte eine statische IP-Adresse nutzen.

Falls das externe NAS nicht all seine Ethernet-Ports benötigt, sollten Sie zudem die Portbündelung für das externe NAS aktivieren. Dies sichert die Verbindung und verhindert möglichen Datenverlust, falls ein Port ausfällt.

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Sie finden die Portbündelung-Option in den Netzwerkeinstellungen. Ändern Sie die erste Verbindung in eine statische IP-Adresse.
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Wählen Sie beide Verbindungen, damit sie zur Steigerung der Leistung und zur Bereitstellung von Ausfallschutz* dieselbe IP-Adresse nutzen können.

*Zur Verbindung über einen normalen Switch können Sie entsprechend Balance-rr (Round-Robin) oder Aktive Sicherung wählen. Bei Switches, die Link-Aggregation unterstützen, können Sie zur Verbesserung der Gesamtleistung auf 802.3ad nutzen.

*Bitte beachten Sie, dass Portbündelung aufgrund von Beschränkungen bei Netzwerk und virtueller Switch derzeit nicht mit einer Direktverbindung genutzt werden kann.

2.3. SSD-Cache

Da aufgrund der Datenübertragung zwischen Geräten die Leistung des Virtual-JBOD-Speicherpools beim zufälligen Lesen und Schreiben im Vergleich zum Host-NAS-Speicherpool von 20 auf 30 % sinken kann, sollten Sie ein Virtual JBOD primär zur Dateifreigabe mit sequenziellem Lese- und Schreibzugriff als allgemeinem Nutzungsverhalten verwenden. Bei anderen Anwendungen empfehlen wir die Verwendung eines SSD-Caches am Host-NAS zur Steigerung der Speicherpoolleistung des Virtual JBOD.

Weitere Informationen zum SSD-Caching finden Sie unter https://www.qnap.com/solution/ssd-cache/de/index.php.

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SSD-Cache zur Steigerung der Virtual-JBOD-Leistung verwenden.

3. VJBOD verwenden

3.1. VJBODs Assistenten zur Datenträgererstellung verwenden

In diesem Beispiel nutzen wir ein TVS-882 und TS-87. Navigieren Sie am TVS-882 zu „Speichermanager“ > „Datenträger“ und klicken Sie auf „Virtual JBOD“ und dann auf „Virtual JBOD erstellen“ oben links. Im zweiten Schritt des Assistenten können Sie die IP-Adresse des externen NAS direkt eingeben oder automatisch erkennen lassen. Es gibt außerdem eine Option namens „Lokaler Host“, mit der Sie eine bestehende iSCSI-LUN am Host zum Abrufen ihrer Daten einbinden können, wenn diese einst als Virtual-JBOD-Datenträger diente.

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In diesem Beispiel zeigen wir, wie der freie Speicherplatz eines TS-879 von einem TVS-882 genutzt werden kann.
QNAP
Suche nach dem externen NAS.

Anschließend können Sie den Speicherpool des externen NAS zur Erstellung eines neuen Virtual-JBOD-Datenträgers (iSCSI-LUN auf Blockebene) wählen, oder Sie wählen eine bestehende iSCSI-LUN und nutzen sie als Datenträger. Per Thin Provisioning zugeteilte iSCSI-LUNs können nicht genutzt werden. Klicken Sie bei Erstellung eines neuen Virtual-JBOD-Datenträgers zur Prüfung des NAS-Speicherstatus auf oben rechts auf „NAS-Details“. Die Hostbindung kann die Datensicherheit gewährleisten, da nur das TVS-882 auf den Virtual-JBOD-Datenträger zugreifen kann; oder Sie können iSCSI mit CHAP-Schutz im nächsten Schritt nutzen. Beide Optionen helfen beim Schutz der Daten auf dem Datenträger*.

*Falls es sich bei der Firmware des externen NAS um Version 4.2.2 (oder aktueller) handelt, wird bei Änderung des Administratorkennworts am externen NAS die Virtual-JBOD-Verbindung bis zur Eingabe des neuen Kennwortes automatisch getrennt.

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Erstellen Sie einen neuen Virtual-JBOD-Datenträger oder nutzen Sie eine vorhandene iSCSI-LUN als Datenträger.
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Wählen sie den Speicherplatz, der im neuen virtuellen Datenträger genutzt werden soll.

Falls Sie einen neuen Datenträger erstellen, werden Sie gefragt, wie viel Speicherplatz genutzt werden soll. Sobald Sie diesen Assistenten abgeschlossen haben, erhalten Sie Anweisungen, wie Sie den VJBOD-Datenträger mit einigen empfohlenen Aktionen nutzen. Die Erstellung eines neuen Speicherpools oder Volume bringt Sie zum Assistenten zur Speicherpool- oder Volume-Erstellung, während die Wiederherstellung bestehender Daten verbundene Virtual-JBOD-Datenträger zum Abrufen ihrer Daten scannt. Zudem können Sie bei Bedarf über die QTS-Hilfe auf diese Anweisungen zugreifen.

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Legen Sie die Größe des Datenträgers fest.
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Anweisungen zur Verwendung von JBOD werden angezeigt.

Wenn Sie Nichts tun wählen, können Sie nun den neuen Virtual-JBOD-Datenträger im Register „Speicherplatz“ verwenden, indem Sie „Erstellen“ > „Neuen Speicherpool“ oder „Neues Volume“ wählen. Die Verwendung des Datenträgers unterscheidet sich nicht von der eines tatsächlichen Datenträgers; es gelten jedoch folgende Beschränkungen:
VJBOD unterstützt derzeit nur „Single“-RAID-Konfiguration und kann nicht zur Erstellung eines System-Volume oder zur Erweiterung von Speicherpools genutzt werden, sofern der Pool nicht aus Virtual-JBOD-Datenträgern besteht, die von demselben externen NAS und demselben Pool kommen. Die Erweiterung der LUN-Größe am externen NAS wird nicht am Virtual-JBOD-Datenträger reflektiert.

Daher können Sie einen Virtual-JBOD-Pool nur erweitern, indem Sie einen neuen Virtual-JBOD-Datenträger in demselben Speicherpool erstellen und den Datenträger als neues RAID im Pool einbinden.

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Wenn die Verbindung hergestellt ist, können sie den Status des neuen Virtual-JBOD-Datenträgers unter „Datenträger“ prüfen.
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Verwendung eines Virtual-JBOD-Datenträgers zum Erstellen eines Speicherpools.
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Der Speicherpool des Virtual-JBOD-Datenträgers kann als Pool des lokalen Datenträgers mit Funktionen, wie aktivierten Snapshots, genutzt werden.

4. VJBOD verwalten

4.1. VJBOD überwachen

Es gibt einige Funktionen, mit denen Sie den Virtual-JBOD-Verbindungsstatus und den Zustand des externen NAS ohne zusätzliche Tools überwachen können. Zunächst können Sie unter „Datenträger“ einen Virtual-JBOD-Datenträger auswählen und zum Prüfen der Einzelheiten des externen NAS oder Speicherpools, in dem sich der Virtual-JBOD-Datenträger befindet, auf „Aktion“ klicken. Dadurch können Sie Probleme mit dem externen Pool identifizieren, wenn der Virtual-JBOD-Datenträger einen ungewöhnlichen Status aufruft.

Durch Anklicken des Virtual-JBOD-Übersicht-Symbols oben rechts im Speichermanager können Sie die Verbindung und den allgemeinen Zustand des Virtual JBOD sowie die Datenträgerkonfigurationen jedes externen NAS sehen.

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Einsatz der „Remote-Protokoll“-Funktion zur Anzeige des Protokolls des externen Speicherpools des ausgewählten Virtual-JBOD-Datenträgers.
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Die Seite Virtual-JBOD-Übersicht gibt Ihnen einen Überblick über alle Virtual-JBOD-Verbindungen.

Falls es sich bei der Firmware des externen NAS um Version 4.2.2 (oder aktueller) handelt, können Sie mit der neuen iSCSI-Speicher-Benutzeroberfläche des Speichermanagers überwachen, welche NAS mit einer iSCSI-LUN verbunden sind; zudem erhalten Sie Warnungen, falls die iSCSI-Verbindung unterbrochen wird. Falls eine detailliertere Überwachung für mehrere NAS erforderlich ist, können Sie mit Q'center sowohl Host- als auch externes NAS überwachen.

Weitere Einzelheiten zu Q'center finden Sie unter: http://www.qnap.com/solution/qcenter/index.php?lang=de.

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Seit Version 4.2.2 kann die Seite NAS-iSCSI-Speicher mehr Informationen zum verbundenen iSCSI-Initiator anzeigen.
QNAP
Q'center kann verwendet werden, wenn mehr als ein NAS gleichzeitig überwacht werden muss.

4.2. VJBOD trennen/übertragen

Jeder Virtual-JBOD-Datenträger wird unter „Datenträger“ im Speichermanager aufgelistet, und es sind je nach Zustand des Virtual-JBOD-Datenträgers verschiedene Aktionen verfügbar. Bei einem neu erstellten und freien Virtual-JBOD-Datenträger können Sie auf „Neues Volume“ klicken, den Namen des Datenträgers bearbeiten oder die Verbindung des Virtual-JBOD-Datenträgers trennen. Falls der Datenträger zur Erstellung eines virtuellen Volume oder Speicherpools verwendet wurde, können Sie die Verbindung zum Datenträger nur trennen, wenn er sich in einem ungewöhnlichen Zustand befindet oder Sie „Sicher auswerfen“ im „Speicherplatz“-Register wählen. Bei Trennung der Verbindung eines Virtual-JBOD-Datenträgers verschwindet er nicht sofort aus „Datenträger“. Stattdessen ruft er den „Getrennt“-Status auf. Nur getrennte Virtual-JBOD-Datenträger können aus der Liste entfernt werden; alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, die Verbindung wiederherzustellen.

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Der getrennte Virtual-JBOD-Datenträger wird im Datenträger-Register mit Getrennt gekennzeichnet.

Wie bereits erwähnt, können Virtual-JBOD-Datenträger zur Durchführung von Daten-Roaming zur Übertragung von Daten von einem NAS an ein anderes genutzt werden, ohne dass Sie Laufwerke physisch trennen und wieder anschließen müssen. Verwenden Sie dazu die Funktion „Sicher auswerfen“ eines Virtual-JBOD-Datenträgers, gehen Sie dann zu dem NAS, an das Sie die Daten verschieben möchten, öffnen Sie den Virtual-JBOD-Assistenten und wählen Sie die vorhandene iSCSI-LUN an dem externen NAS zum Einbinden der Daten innerhalb des Virtual-JBOD-Datenträgers.

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Trennen Sie einen Virtual-JBOD-Datenträger mit Hilfe von „Pool sicher auswerfen“ und beginnen Sie damit, den Speicherpool auf ein anderes NAS zu verschieben.
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Stellen Sie die Verbindung eines Virtual-JBOD-Datenträgers wieder her, indem Sie „Eine vorhandene iSCSI-LUN am externen NAS wählen“ auswählen.
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Wählen Sie einen zuvor verwendeten Virtual-JBOD-Datenträger.
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Wenn der virtuelle Datenträger erneut mit einem NAS verbunden wird, wählen Sie zum Beziehen der Daten des Datenträgers „Wiederherstellen“ > „Alle freien Datenträger scannen“.
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Sobald der Scan abgeschlossen ist, sind Speicherpool, Volume, Snapshots und relevante Informationen des virtuellen Datenträgers an diesem NAS verfügbar.

4.3. Fehlerbehandlung

Die Virtual-JBOD-iSCSI-Verbindung verfügt über einen automatischen Mechanismus zur Wiederherstellung der Verbindung. Falls das System nicht innerhalb 30 Sekunden auf den Speicherpool eines Virtual-JBOD-Datenträgers zugreifen kann, verhindern die Speicherpool-Fehlerschutzmechanismen weitere Operationen, da der Virtual-JBOD-Datenträger getrennt wird. Zu diesem Zeitpunkt versucht das System automatisch, die Verbindung zum Datenträger wiederherzustellen. Bitte beachten Sie, dass dieser Mechanismus zur automatischen Wiederverbindung nur funktioniert, wenn das externe NAS über eine statische IP-Adresse verfügt. Falls sich die IP-Adresse des externen NAS ändert, müssen Sie den getrennten Virtual-JBOD-Datenträger auswählen, auf „Aktion“ klicken und zur Eingabe der neuen IP-Adresse „Ziel bearbeiten“ wählen.

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Falls das externe NAS nicht erreichbar ist, werden die Speicherpool-Fehlerschutzmechanismen aktiviert, um weitere I/O-Fehler zu verhindern. Falls das externe NAS eine statische IP-Adresse nutzt, stellt das System die Verbindung zum virtuellen Datenträger automatisch wieder her, sobald das Netzwerk wiederhergestellt wurde.
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Wenn Sie die Verbindung manuell wiederherstellen möchten, wählen Sie zur Eingabe der neuen IP-Adresse für den Virtual-JBOD-Datenträger „Ziel bearbeiten“.

Der Speicherplatz kann weiterhin genutzt werden, wenn sich die Webverwaltungsportnummern am externen NAS ändern; allerdings stimmen in diesem Fall möglicherweise einige NAS-Informationen nicht. Wählen Sie in diesem Fall unter „Datenträger“ den Datenträger und anschließend zur Eingabe der neuen Informationen „Aktion“ > „Erneut anmelden“. Sie können auch das neue Administratorkennwort eingeben, falls das Kennwort des externen NAS bei Trennung des Virtual-JBOD-Datenträgers geändert wurde.

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Aktualisieren Sie Authentifizierungsinformationen und Portnummern unter Erneut anmelden.
Veröffentlichungsdatum: 2016-06-23
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