QNAP Systems, Inc. - Network Attached Storage (NAS)

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So erzeugen und nutzen Sie den iSCSI-Zieldienst auf einem QNAP Turbo NAS

„Eine schnelle, effiziente und günstige Methode zur Implementierung von Netzwerkspeicherlösungen“

Inhalt

Was ist iSCSI und welche Vorteile bietet dieses Verfahren?

Microsoft Active DirectoryiSCSI (Internet Small Computer System Interface) ist ein IP- (Internet Protocol-)basierter Speichernetzwerkstandard zur Verbindung von Datenspeichergeräten. Durch die Übertragung von SCSI-Befehlen über IP-Netzwerke ermöglicht iSCSI die Datenübertragung über Intranets und der Verwaltung von Speicher über große Entfernungen. iSCSI kann zum Übertragen von Daten mittels LAN (Local Area Network), WAN (Wide Area Network) oder Internet genutzt werden und ermöglicht standortunabhängiges Speichern und Abrufen von Daten (vgl. Wikipedia)

Bei der Gestaltung ihrer Speicherinfrastruktur tendieren KMU (kleinere und mittlere Unternehmen) zu budgetfreundlichen Allzweckspeicherlösungen, die sich leicht erweitern lassen. Mit dem iSCSI-Dienst auf einem QNAP Turbo NAS kann dieser sofort als Speichererweiterung oder Sicherungsziel für Anwendungs-Server (wie Datenbank-, Mail- oder Sicherungs-Server) genutzt werden. Dieser Artikel zeigt, wie Sie den iSCSI-Zieldienst auf dem Turbo NAS zur Speichererweiterung unter verschiedenen Betriebssystemen nutzen.

iSCSI target usage scenario

Was Sie vor Beginn wissen sollten

In diesem Dokument wird Ihr Computer als „Initiator“ bezeichnet, da er die Verbindung mit dem Gerät initiiert, das „Ziel“ genannt wird.

Wichtig: Es wird NICHT empfohlen, gleichzeitig über zwei verschiedene Clients (iSCSI-Initiatoren) auf dasselbe iSCSI-Ziel zuzugreifen. Dies kann Datenverlust oder Beschädigungen der Festplatte verursachen.

Ein iSCSI-Zielvolume anlegen

Melden Sie sich an Ihrem Turbo NAS an und rufen Sie zum Erstellen eines neuen iSCSI-Ziels „iSCSI“ > „iSCSI-Speicher“ > „Erstellen“ auf.

Start the iSCSI target creation wizard

In den folgenden Abbildungen finden Sie Hinweise zur Eingabe der zum Anlegen des iSCSI-Ziels erforderlichen Daten.

Enter the information to create the iSCSI target
Enter the information to create the iSCSI target

Geben Sie einen Namen für das Ziel ein.

Enter the information to create the iSCSI target

Dies ist ein optionaler Schritt zum Aktivieren der Authentifizierung. Authentifizierung wird dringend empfohlen, falls der Turbo NAS in einem öffentlichen oder offenen Netzwerk verwendet wird.

Enter the information to create the iSCSI target

Sie können eine Image-Datei auf einem Volume anlegen oder Speicherplatz von einem Speicher-Pool für die iSCSI-LUN zuweisen. Das erste ermöglicht mehr Flexibilität und dynamische Zuweisung, das zweite bietet bessere Leistung.

Enter the information to create the iSCSI target

Geben Sie die benötigte Kapazität an.

Enter the information to create the iSCSI target

Bestätigen Sie die Einstellungen.

iSCSI target created successfully

iSCSI wird erzeugt.

iSCSI target created successfully
*Die Zuweisung von Plattenkapazität gewährleistet, dass ein iSCSI-Ziel genügend Speicherplatz hat. Allerdings braucht die Festplatte mehr Zeit zur Erzeugung (je nach angegebener Größe) und es muss sich genügend Speicherplatz auf der physikalischen Festplatte befinden.

Bei erfolgreicher Erzeugung des iSCSI-Ziels wird dieses auf der Seite „iSCSI-Ziel“ mit dem Status „Bereit“ aufgelistet.

Vorteile von Thin-Provisioning auf dem Turbo NAS
Mit Thin Provisioning kann der Systemadministrator Plattenkapazität (auf dem iSCSI-Ziel) flexibel Server-Anwendungen zuweisen und damit die Speicherkapazität jederzeit unabhängig von der aktuellen Speichergröße erweitern. Die Ergänzung von Speicherplatz auf den Server kann problemlos unter verschiedenen Betriebssystemen über den iSCSI-Initiator erfolgen. Thin Provisioning ermöglicht effiziente Speicherverwaltung, da der Systemadministrator nur die Speicherkapazität eines einzelnen Servers (Turbo NAS) und keine zusätzlichen Festplatten oder Bänder anderer untergeordneter Speichersysteme überwachen muss. Eine Zuteilung von mehr Speicher ist erlaubt, da die Speicherkapazität des Turbo NAS mittels Online-RAID Capacity Expansion erweitert werden kann.

Zum Verbinden mit dem iSCSI-Ziel wurde kürzlich die Registerkarte erzeugt, die das von Ihnen verwendete Betriebssystem repräsentiert.

Mittels Microsoft iSCSI-Initiator unter Windows mit iSCSI-Zielen verbinden

Hier erfahren Sie, wie Sie den iSCSI-Initiator unter Windows zum Hinzufügen des iSCSI-Ziels (Turbo NAS) als zusätzliche Partition nutzen können. Stellen Sie vor Beginn der Nutzung des iSCSI-Zieldienstes sicher, dass Sie unter „Gerätekonfiguration“ > „iSCSI-Ziel“ ein iSCSI-Ziel auf dem Turbo NAS erzeugt und den richtigen iSCSI-Initiator für Ihr Betriebssystem installiert haben.

iSCSI-Initiator unter Windows

Der Microsoft iSCSI-Software Initiator v2.07 ist eine offizielle Anwendung für Windows Server 2003, XP und 2000, der Benutzern die Implementierung eines externen iSCSI-Speicher-Arrays über ein Netzwerk ermöglicht. In Windows Vista, 7, 8 oder Windows Server 2008 oder 2012 ist der Microsoft iSCSI Software Initiator standardmäßig enthalten. Weitere Informationen (einschließlich Download-Links) finden Sie unter:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=12cb3c1a-15d6-4585-b385-befd1319f825&displaylang=en

Starten Sie den iSCSI-Initiator unter „Systemsteuerung“ > „Administrative Werkzeuge“. Klicken Sie in der Registerkarte „Erkennung“ auf „Portal hinzufügen“. Geben Sie die IP-Adresse des Turbo NAS und die Port-Nummer des iSCSI-Dienstes ein.

Enter the IP address of the NAS to start the discovery

Die verfügbaren iSCSI-Ziele und ihr Status wird in der Registerkarte „Ziele“ angezeigt. Wählen Sie das Ziel, zu dem Sie eine Verbindung herstellen möchten, und klicken Sie auf „Verbinden“.

Enter the IP address of the NAS to start the discovery

Sie können zur Angabe zusätzlicher Verbindungseinstellungen (einschließlich Authentifizierung) auf „Erweitert“ klicken; klicken Sie zur Fortsetzung auf „OK“.

Confirm to log on to the chosen target

Als Status des Ziels sollte nun „Verbunden“ angezeigt werden.

The status of the target now shows 'Connected'

Nachdem eine Verbindung zum Ziel hergestellt wurde, erkennt Windows seine Anwesenheit und behandelt es wie eine neu hinzugefügte Festplatte, die vor der Benutzung initialisiert und formatiert werden muss. Rechtsklicken Sie zum Öffnen des Fensters „Computerverwaltung“ auf „Computer“ > „Verwalten“. Rufen Sie „Datenträgerverwaltung“ auf und ein Fenster erscheint, in dem Sie gefragt werden, ob die neu gefundene Festplatte initialisiert werden soll. Klicken Sie auf „OK“ und formatieren Sie die Festplatte dann wie üblich.

The status of the target now shows 'Connected'

Nach der Initialisierung und Formatierung wird die neue Festplatte zu Ihrem PC hinzugefügt. Sie können dieses iSCSI-Ziel nun als reguläre Festplattenpartition nutzen.

Mittels iSCSI-Initiator unter Mac OS mit iSCSI-Zielen verbinden

Voraussetzungen:

Schritte:

  1. Führen Sie „globalSAN and Xtarget“ in den „Systemsteinstellungen“ aus.
  2. Klicken Sie zum Freigeben und Zulassen von Änderungen auf das Schlosssymbol. Wählen Sie „+“ > „Portal/Gruppe“.
  3. Geben Sie die IP-Adresse oder den Domainnamen des NAS ein. Klicken Sie auf „Hinzufügen“.
  4. Wählen Sie in der Liste links ein iSCSI-Ziel, wählen Sie dann „iSCSI-Optionen“.
  5. Wählen Sie „„Sitzungstyp“ bei Verbindung immer senden“ und dann „Fertig“.
  6. Optional: Wählen Sie „Authentifizierung“, falls CHAP-Authentifizierung genutzt wird.
  7. Wählen Sie zum Ausfüllen von Name- und Geheimnis-Feld „Challenge Handshake Authentication (CHAP)“. Klicken Sie auf „OK“.
  8. Wählen Sie in der rechten Liste die Verbindung für das iSCSI-Ziel. Wählen Sie „Verbinden“.


    Ergebnis:
    Die iSCSI-Verbindung wird in der linken Liste nun als „Verbunden“ angezeigt.

Falls das iSCSI-Ziel vom Mac nicht gelesen werden kann, werden Sie über ein Dialogfenster zur Initialisierung des iSCSI-Ziels aufgefordert.

Gehen Sie zur Initialisierung des iSCSI-Ziels wie folgt vor:

  1. Wählen Sie „Initialisieren...“.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das iSCSI-Ziel unter „Extern“ und wählen Sie „Löschen...“. Beachten Sie, dass alle Daten auf dem Ziel gelöscht werden.
  3. Geben Sie den Laufwerksnamen ein und wählen Sie das Format aus. Wählen Sie „Löschen“.

Endergebnis:
Am Desktop erscheint das Symbol eines iSCSI-Ziels. Das Ziel kann nun als externes Laufwerk an Ihrem Mac genutzt werden.

Informationen zu Xtend SAN iSCSI Initiator

Mit Xtend SAN iSCSI Initiator von ATTO für Mac OS X können Mac-Benutzer iSCSI nutzen. Er ist mit Mac OS X 10.4.x bis 10.6.x kompatibel. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.attotech.com/products/product.php?sku=INIT-MAC0-001

Nach Installation von Xtend SAN iSCSI Initiator können Sie ihn unter „Applikationen“ finden.

In der Registerkarte „Ziele erkennen“ können Sie entsprechend der Netzwerktopologie zwischen „Per DNS/IP erkennen“ und „Per iSNS erkennen“ wählen. In diesem Beispiel wird die IP-Adresse zum Erkennen der iSCSI-Ziele genutzt.

Befolgen Sie die Anweisungen und geben Sie die Server-Adresse, iSCSI-Ziel-Port-Nummer (Standard: 3260) und CHAP-Daten (falls vorhanden) ein. Klicken Sie anschließend zum Abrufen des Ziels auf „Fertigstellen“.

Die verfügbaren iSCSI-Ziele auf dem Turbo NAS werden angezeigt. Wählen Sie das Ziel, zu dem Sie eine Verbindung herstellen möchten, und klicken Sie auf „Hinzufügen“.

Sie können die Verbindungseigenschaften des ausgewählten iSCSI-Ziels im Register „Einrichtung“ konfigurieren.

Klicken Sie auf die Registerkarte „Status“, wählen Sie das Ziel, zu dem Sie eine Verbindung herstellen möchten, und klicken Sie zur Fortsetzung auf „Anmelden“.

Mittels Open-iSCSI-Initiator unter Ubuntu Linux mit iSCSI-Zielen verbinden

Hier erfahren Sie, wie Sie den Open-iSCSI Initiator von Linux unter Ubuntu zum Hinzufügen des iSCSI-Ziels (Turbo NAS) als zusätzliche Partition nutzen können. Stellen Sie vor Beginn der Nutzung des iSCSI-Zieldienstes sicher, dass Sie unter „Gerätekonfiguration“ > „iSCSI-Ziel“ ein iSCSI-Ziel auf dem Turbo NAS erzeugt und den richtigen iSCSI-Initiator für Ihr Betriebssystem installiert haben.

Information zum Open-iSCSI Initiator von Linux

Open-iSCSI Initiator von Linux ist ein in Ubuntu ab 8.04 LTS integriertes Paket. Sie können über einen Shell-Prompt mit wenigen Befehlen eine Verbindung zu einem iSCSI-Volume herstellen. Weitere Informationen über Ubuntu finden Sie unter http://www.ubuntu.com/, Informationen (einschließlich Download-Links) zu Open-iSCSI finden Sie unter: http://www.open-iscsi.org/

Vor dem Start

Installieren Sie das Open-iSCSI-Paket. Das Paket ist auch als Open-iSCSI Initiator von Linux bekannt.

# sudo apt-get install open-iscsi

Stellen Sie wie unten angegeben eine Verbindung zu einem iSCSI-Ziel (Turbo NAS) mit Open-iSCSI Initiator von Linux her.
Sie müssen möglicherweise die Datei iscsid.conf für CHAP-Daten (node.session.auth.username & node.session.auth.password) modifizieren.

# vi /etc/iscsi/iscsid.conf

Speichern und schließen Sie die Datei und starten Sie dann den Open-iSCSI-Dienst neu.

# /etc/init.d/open-iscsi restart

Finden Sie die iSCSI-Ziele auf einem bestimmten Host, z. B. 10.8.12.31 mit dem Standard-Port 3260.

# iscsiadm -m discovery -t sendtargets -p 10.8.12.31:3260

Prüfen Sie den/die verfügbaren iSCSI-Knoten, mit dem/denen Sie Verbindungen herstellen können.

# iscsiadm -m node

** Sie können mit folgendem Befehl den/die Knoten löschen, zu dem/denen Sie bei aktiviertem Dienst keine Verbindung herstellen möchten:

# iscsiadm -m node --op delete --targetname THE_TARGET_IQN

Starten Sie Open-iSCSI zur Anmeldung auf allen verfügbaren Knoten neu.

# /etc/init.d/open-iscsi restart

Sie sollten die folgende Anmeldemeldung sehen: Login session [iface: default, target: iqn.2004-04.com:NAS:iSCSI.ForUbuntu.B9281B, portal: 10.8.12.31,3260] [ OK ]
Prüfen Sie den Gerätestatus mit dmesg.

# dmesg | tail

Geben Sie folgenden Befehl zum Anlegen einer Partition ein; /dev/sdb ist der Gerätename.

# fdisk /dev/sdb

Formatieren Sie die Partition.

# mkfs.ext3 /dev/sdb1

Mounten Sie das Dateisystem.

# mkdir /mnt/iscsi
# mount /dev/sdb1 /mnt/iscsi/

Damit ist dieser Vorgang beendet! Sie können die I/O-Geschwindigkeit mit folgendem Befehl testen:

# hdparm -tT /dev/sdb1

Unten finden Sie einige mit „iscsiadm“ in Verbindung stehenden Befehle.
Ziele auf dem Host ermitteln:

# iscsiadm -m discovery --type sendtargets --portal HOST_IP

Auf einem Ziel anmelden:

# iscsiadm –m node --targetname THE_TARGET_IQN --login

Von einem Ziel abmelden:

# iscsiadm –m node --targetname THE_TARGET_IQN --logout

Ein Ziel löschen:

# iscsiadm –m node --op delete --targetname THE_TARGET_IQN
 
Veröffentlichungsdatum: 2013-05-03
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